Jun 07
Smartphones auf dem Vormarsch? Beobachtung einer Tendenz.
Irgendwie ist es schon seltsam: viele Gerätschaften, die dieser Tage auf den Markt kommen, vereinigen zahlreiche Geräte in sich und werden sich dabei immer ähnlicher.
Früher hatte man ein Telephon mit Wählscheibe, ein Grammophon, ein Röhrenradio, einen Schwarz-Weiß-Fernseher und ein Postamt. Die Einheiten wurden zunächst kleiner, blieben aber im Grunde genommen das gleiche. In den mittleren Neunzigern war die Ausstattung dann vielleicht eher eine Stereoanlage mit CD-Player (die CD hat ja schändlicher Weise die besser klingende und besser aussehende LP ersetzt) und Tuner, ein schnurloses Haustelephon, ein Farbfernseher und ein Postamt. Oder ein Faxgerät. Irgendwann kamen dann die kleineren Mobiltelephone, die mp3-Player (mp3s klingen zwar noch schlechter als CDs, sind aber enorm handlich), und der internetfähige Computer mit Radio-Livestreams und legalem oder illegalem Fernsehzugang, der vielleicht noch nicht direkt das Telephon ersetzt, aber via Skype das Gespräch oder sogar den Videochat ermöglicht.
Annäherung aus verschiedenen Richtungen
Mittlerweile können die neuen Geräte alles: das iPhone und seine Genossen, kurz: Smartphones, greifen auf das Internet zu, als sei das schon immer so gewesen, man kann zig mp3s darauf abspeichern und Emails verschicken. Noch nicht einmal ein Notebook ist also mehr nötig, um mobil ins Netz zu gehen. Der große Coup, den des iPhones Hersteller Apple zuvor gelandet hat, der iPod nämlich, geht den umgekehrten Weg: der iPod Touch spielt nicht bloß Sounddateien ab, sondern er ist ebenfalls internetfähig und taugt somit auch zum elektronischen Postfach. Computer, Mp3-Player und Telephon nähern sich also immer stärker an. Eines jedoch wird vermutlich so schnell nicht versrchwinden: der Wunsch, Filme im großen Format zu gucken. Aber das iPad ist vielleicht ein erstes Anzeichen dafür, dass man sich auch auf diesem Sektor von seinen Gewohnheiten verabschieden sollte.
